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Über die Freude

Die Freude, manchmal wärmt sie uns von innen, bereitet uns ein wohliges Bauchgefühl und stimmt uns gelassen, entspannt und zuversichtlich. Manchmal überkommt sie uns ganz plötzlich, lässt unser Herz höher schlagen und lässt uns ausgelassen, unbekümmert und voller Energie sein.
Trotzdem Sie uns so gut tut, vergessen wir Sie so oft in der Hektik des Alltags und sie verblasst neben unseren aktuellen Sorgen und Ärgernissen. Und auch im Gespräch mit anderen findet Sie oft wenig Aufmerksamkeit. Man tauscht sich dann eher über belastende Dinge aus als über schöne Augenblicke und Erlebnisse. Warum ist das so? Es mag evolutionär bedingt sein, dass der Mensch eher darum bemüht ist, potentiellen Gefahren auszuweichen als sich darum zu kümmern, sein Lebensglück zu erhöhen. Ja, und dann ist da im Alltagsstress auch oft wenig Zeit zu genießen, zu träumen und zu schönen Gedanken nachzuhängen. Auch der kulturelle Einfluss ist nicht zu unterschätzen. Wir werden eher gefordert, zu leisten, zu denken, Lösungen zu suchen, zu machen als uns selbst und die Dinge rundum anzunehmen und einfach sein zu lassen.
Um der Freude wieder mehr Raum zu geben, kann es helfen, sie dann, wenn sie da ist, ganz bewusst zu benennen. Sich innerlich zu sagen: „Ich freue mich“ steigert unser Wohlbefinden und gibt uns einen Energiekick mitten im Alltagsstress. Und auch der Austausch mit anderen über schöne Momente, kann unser Glücksempfinden steigern. Es mag sich ein bisschen komisch anfühlen, jemandem darüber zu erzählen, wie sehr man den heutigen morgendlichen Kaffee genossen hat oder wie sehr einen der Anblick eines blühenden Baumes am Weg zur Arbeit beglückt hat, doch kann das Reden über die Schönheiten des Lebens kleinere und größere Wunder bei sich und anderen bewirken und offen machen für weitere freudige Überraschungen und Glückmomente.